Wo bin ich?

Trevor starrte in fassungslosem Schweigen auf die Gestalt, die sich vom Wasserfall her dem Auto näherte. Seine Hände umklammerten das Lenkrad, die Knöchel weiß wie Knochen, sein Atem irgendwo zwischen Unglauben und Angst gefangen. Roman hatte es aus dem Grundgestein des Chaos herausgeschafft.

Nur sah er nicht aus wie Roman – nicht wie der hochaufragende, stolze Lykaner König, der allen, die sich ihm in den Weg stellten, Angst einflößte. Dieser Mann war... gebrochen. Unkenntlich. Sein großer, kräftiger Körper war mit Schmutz und Blut bedeckt, große Schnitte kreuzten seine nackte Brust und Arme, einige bluteten noch immer. Sein dunkles Haar hing in dicken, verfilzten Strähnen herab.

Er war völlig nackt, abgesehen von dem Blut und Ruß, der ihn wie eine zweite Haut bedeckte. Seine Augen jedoch – diese brennenden, blauen Augen – glühten noch immer mit derselben unerschütterlichen Intensität.